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Kongress 2010 · Programm · Referenten · Veranstaltungsort · Anmeldung

 

Programm

 

Samstag, 2. Oktober 2010: „Von der Analytik über Bio-Projekte zum Duftphänomen“


09.30- 09.45

Begrüssung der Teilnehmer durch Farfalla
Gian Furrer, Jean-Claude Richard, Farfalla


09.45-10.30

Panaroma – auf der Suche nach einer Identität der Aromatherapie/Osmologie
Martin Henglein, Frankreich

Wir feiern 25 Jahre Farfalla: ein guter Grund Rückblick zu halten und nach Zukunftsperspektiven zu fragen. Bisher haben sich die meisten Autoren an die Wiederholung gängiger Mythen gehalten, wenn sie die Aromatherapie charakterisieren wollten. Die allbekannte Geschichte vom Laborbrand bei René Maurice Gattefossé ist hierfür ein typisches Beispiel. Wir wollen mit diesem Vortrag die „wahre“ Geschichte der Aromatherapie durchwandern und auf einige nötige kritische Überlegungen hinweisen. Damit bietet sich gleichzeitig die Chance, aktiv die Zukunft zu gestalten. Es geht darum, eine volksnahe, für alle Menschen einfach anwendbare Alternative (oder Ergänzung) zu den medizinischen Verfahren zu bieten, die Lebensqualität und die Selbstverantwortlichkeit der Einzelnen zu erhöhen. Selbsthilfe und solidarisch-ethisches Verhalten bilden dazu die Basis. Nicht zuletzt der tiefenökologische Ansatz, mit authentischen naturreinen Ölen zu arbeiten, ist dafür Voraussetzung.


10.30-11.15

Der sichere Umgang mit ätherischen Ölen – was wir von der Analytik lernen können
Dietmar Wolz, Deutschland

Ätherische Öle wirken antibakteriell oder antiviral. Wie können sie sicher und sinnvoll angewendet werden? Wie sieht eine sichere Dosierung aus und auf was muss der Endverbraucher achten? Anhand verschiedener Untersuchungen des Teebaumöls zeigt Apotheker Dietmar Wolz auf, wie wichtig die Qualität, Lagerung und korrekte Dosierung für den Endverbraucher sind.


11.15-11.45

Pause


11.45-12.40

Traditionelles Wissen in neuem Gewand – ätherische Öle in der Gesundheits- und Krankenpflege
Evelyn Deutsch, Österreich

Evelyn Deutsch behandelt folgende Aspekte: Der Einzug der ätherischen Öle im Gesundheits- und Krankenpflegebereich, die Aromapflege, ihre Einsatzgebiete und bekanntesten Anwendungsformen der Aromapflege. Welche Vorteile birgt die Aromapflege im Vergleich mit konventionellen Methoden?

und

Aktueller Stand der Aromapflege in Schweizer Institutionen des Gesundheitswesens – eine Erfolgsgeschichte
Barbara Bernath, Schweiz

Anfänglich wurde die Aromapflege gerade von ärztlicher Seite oft etwas belächelt. In den vergangenen 15 Jahren hat sich hier viel getan: Unzählige Krankenhäuser, psychiatrische und geriatrische Institutionen arbeiten inzwischen mit guten Erfolg mit den ätherischen Ölen - gleichermassen zur Freude der PatientInnen und der Pflegenden. Aktuelle Erfahrungsberichte aus der Praxis zeigen, wie unentwegt sich die Aromapflege ihren Platz im Gesundheitswesen erobert hat und weiterhin erobern wird. Auf der andern Seite verleitet der Spardruck viele Kliniken dazu, auch hier zu sparen. Doch: Trotz vielerlei Widerstand hat sich die Aromapflege zum Wohle der PatientInnen etablieren können. Die Erfolgsgeschichte geht weiter.


14.00-14.45

Von der Pflanze zum Öl: Impakt und Nachhaltigkeit der Rohstoff-Versorgung für die Aromatherapie
Klaus Dürbeck, Deutschland

Wenige der Pflanzenarten für ätherische und fette Öle  stammen aus dem landwirtschaftlichen Anbau. Ein Großteil der in der Aromatherapie genutzten Wirkstoffe wird aus Pflanzenarten hergestellt, die traditionell ausschließlich aus Wildsammlung zur Verfügung stehen. Seit wenigen Jahren werden die Möglichkeiten der nachhaltigen Nutzung  der lokalen Artenvielfalt in  Wertschöpfungsketten erarbeitet. Mit seiner Firmenpolitik setzt Farfalla den „FairWild Standard“ richtungsweisend um.


14.45-15.30

Correns – das erste Bio-Dorf Europas. Ein Schweizer Bio-Pionier erzählt
Jean-Pierre Droz, Schweiz; Jean-Claude Richard, Farfalla


15.30-16.00

Pause


16.00-17.00

Niemand riecht so gut wie Du: Alles über das Riechen und wie es unser Leben bestimmt
Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt, Deutschland

„Ich kann Dich nicht riechen“, dieser Ausspruch zeigt, wie ein Duft auf vielen Ebenen in das Leben des Menschen eingreifen kann. Die Wissenschaft hat in den letzen Jahren mehr und mehr die zugrunde liegenden molekularen und zellulären Prozesse erarbeitet, die es uns ermöglichen, verschiedene Gerüche, selbst in geringsten Konzentrationen, wahrzunehmen. So werden wir in Zukunft besser verstehen, wie Düfte unsere Befindlichkeit und Stimmung verändern, das Kaufverhalten beeinflussen oder therapeutisch in der Medizin und Psychologie eingesetzt werden können.


17.00-17.30

Tageszusammenfassung und Diskussion
Jean-Claude Richard, Farfalla; Martin Henglein


Abendessen

(Reservation bitte auf Anmeldung vermerken. Kosten CHF 38.- / EUR 27.-)

 

Sonntag, 3. Oktober 2010: „Vom Pflanzengeflüster zur unternehmerischen Verantwortung“
09.30-09.45

Begrüssung der Teilnehmer durch Farfalla
Gian Furrer, Jean-Claude Richard, Farfalla


09.45-10.30

Ein halbes Jahrhundert Aromatherapie – der Weg in die Zukunft (Teil 2)
Martin Henglein, Frankreich

Wir feiern 25 Jahre Farfalla: ein guter Grund Rückblick zu halten und nach Zukunftsperspektiven zu fragen. Bisher haben sich die meisten Autoren an die Wiederholung gängiger Mythen gehalten, wenn sie die Aromatherapie charakterisieren wollten. Die allbekannte Geschichte vom Laborbrand bei René Maurice Gattefossé ist hierfür ein typisches Beispiel. Wir wollen mit diesem Vortrag die „wahre“ Geschichte der Aromatherapie durchwandern und auf einige nötige kritische Überlegungen hinweisen. Damit bietet sich gleichzeitig die Chance, aktiv die Zukunft zu gestalten. Es geht darum, eine volksnahe, für alle Menschen einfach anwendbare Alternative (oder Ergänzung) zu den medizinischen Verfahren zu bieten, die Lebensqualität und die Selbstverantwortlichkeit der Einzelnen zu erhöhen. Selbsthilfe und solidarisch-ethisches Verhalten bilden dazu die Basis. Nicht zuletzt der tiefenökologische Ansatz, mit authentischen naturreinen Ölen zu arbeiten, ist dafür Voraussetzung.


10.30-11.15

Ätherische Öle in der naturkosmetischen Behandlung
Liane Jochum, Deutschland

Die Aromakosmetik gilt als Ursprung der Schönheitspflege. Schon vor Jahrtausenden haben Frauen die Wirkstoffe der Pflanzen für die Schönheit eingesetzt, sich mit deren Hilfe gepflegt, entspannt und verführerisch gemacht. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeit ist groß. Kostbare ätherische Öle stimulieren die natürlichen Hautfunktionen, spenden Feuchtigkeit, pflegen intensiv, verzaubern die Sinne und stärken die Seele.


11.15-11.45

Pause


11.45-12.30

Eine Programmänderung: Entwicklung der Aromatherapie in England... Dieser Vortrag musste leider annuliert werden, da Shirley Price sich einer Operation unterziehen muss und in dieser Zeit nicht reisen kann. An ihrer Stelle wird Eliane Zimmermann einen Vortrag geben.

Nachdem die französischen, aromatherapeutisch tätigen Ärzte einige Jahrzehnte unter sich blieben, gelangten erste Kenntnisse über die heilenden Eigenschaften über den "Umweg" der Kosmetikindustrie in den frühen siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Großbritannien. Shirley Price und Robert Tisserand gehören zu DozentInnen und BuchautorInnen der ersten Stunde.
Seitdem ist der Beruf der Aromatherapeutin in England weit verbreitet und anerkannt. Die Behandlung von chronisch erkrankten Menschen, die Seniorenpflege und auch die Palliativmedizin sind ohne den unterstützenden Einsatz von ätherischen Ölen vielerorts kaum denkbar. Durch ein völlig anders strukturiertes Gesundheitswesen als in den anderen europäischen Ländern kommen auch Patienten mit geringen finanziellen Mitteln in den Genuss von Aromatherapie. Um diese sanft heilende Tätigkeit ausüben zu können, stehen zahlreiche seriöse Schulen zur Verfügung. Eliane Zimmermann machte 1990 ihr Diplom im College von Shirley Price (SPICA) und wohnt inzwischen selbst seit über 10 Jahren auf den britischen Inseln, in ihrem Gepäck wird sie einige Erfolgsbeispiele eines gut etablierten Berufes für Sie mitbringen.


13.45-14.30

Pflanzenpalaver: Pflanzen kommunizieren miteinander. Vielleicht sind sie sogar intelligent? Florianne Koechlin, Schweiz

Aus den Naturwissenschaften kommen erstaunliche neue Erkenntnisse: Pflanzen kommunizieren miteinander mit Hilfe von Duftstoffen, über und unter der Erde. Da ist ein Gemurmel in der Natur, ein Gemurmel aus Duftstoffen, immer und überall. Experimente zeigen zudem, dass Pflanzen aus Erfahrungen lernen, sich erinnern können und vielleicht sogar empfindungsfähig sind. Pflanzen sind also keine seelenlosen Automaten, die nach mechanistischen Konzepten funktionieren und beliebig manipuliert oder patentiert werden können.


14.30-15.15

Projekt Farfalla & Friends
Gian Furrer, Jean-Claude Richard, Farfalla


15.15-15.30

Pause


15.30-16.15

Wertschöpfung durch Wertschätzung – Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen
Rainer Plum, Deutschland

Spirituelle Landwirtschaft, wie sie vor allem durch den biologisch-dynamischen Landbau seit mehr als 85 Jahren betrieben wird, schafft die fruchtbarsten Böden und die größte Biodiversität. Neben den ökologischen Grundlagen müssen auch die sozialen Bedingungen des Zusammenlebens und Wirtschaftens neu gegriffen werden, um eine zukunftsfähige Wirtschaft aufzubauen. Was müssen Unternehmen der Naturwarenbranche bedenken und leisten, um auch in Zukunft die Avantgarde, die Hut vorne zu sein.


16.15-16.30

Abschluss
Gian Furrer, Jean-Claude Richard, Farfalla

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